Archiv / 2006

(Ein Beitrag der Familie Weber aus Antau / 4, 6, 2x37 Jahre) 

Das Wetter an diesem Samstag war frühsommerlich, die ganze Familie war voller Tatendrang, also durchsuchten wir Mamilade, ein ausgezeichnetes Web-Angebot mit zahlreichen Freizeittipps und Ausflugszielen für Eltern und Kinder, nach einem passenden Ziel. Dabei fiel uns der Naturpark Sparbach auf, einige Ruinen, ein großer Spielplatz und leichte Wanderwege klangen sehr gut.

Wir packten alles zusammen und machten uns auf den Weg. Über die A3, A2 und A23 (Abfahrt Hinterbrühl) braucht man knapp 40 Minuten von Antau nach Sparbach (62 km). Auf dem großen Parkplatz gab es genug freie Plätze, die Eintrittspreise (Erwachsene 3 Euro, Kinder von 6 bis 15 Jahren 2 Euro) fanden wir auch nicht übertrieben. Beim Eingang erhielten wir einen Plan des Parks, alle Attraktionen waren darauf eingezeichnet.

Zunächst kamen wir zum Streichelzoo. Die Anzahl der Tiere ist zwar nicht gerade berauschend, da aber der Zoo ohnehin nicht so sehr unser Ziel war (Jürgen interessiert sich überhaupt nicht für Tiere, Benni schon eher), war das kein großer Problem für uns. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann weiter zum Naturparkhaus (Schautafeln mit interessanten Infos und auch ein wenig für Kinder) und dem Platz, wo zu bestimmten Uhrzeiten die Wildschweinfütterung stattfindet. Wir haben kein Wildschwein gesehen, was aber auch nicht weiter tragisch war.

Danach wurde es für unsere Kinder erstmals interessant. Ein großer Teich - der Lenauteich - samt Brücke und alter Mühle wurden genau unter die Lupe genommen. Das Mühlrad bewegt sich tatsächlich noch vom Wasser angetrieben. Nach einem kurzen Aufenthalt am Teich ging es dann sehr schnell weiter zur nächsten Attraktion, das war nämlich ein ganz toller und sehr neuer Kinderspielplatz. Durch die zahlreichen, teils sehr außergewöhnlichen Geräte war es auch überhaupt kein Problem, dass der Spielplatz doch sehr gut besucht war. Direkt beim Spielplatz gibt es auch noch die Möglichkeit zu Picknicken und sogar Feuerstellen.

Nach dem schweren Abschied vom Spielplatz folgte unsere erste Wanderung. Es ging bergauf zur Burgruine Johannstein. Die Steigung war aber äußerst moderat und wir schafften den Weg in rund 30 Minuten. Dieser Weg führte uns auch beim „Wienerwaldcafe" vorbei. Dort gibt es aber keinen Kaffee, das ist nämlich kein richtiges Kaffeehaus, sondern es besteht aus ein paar lustigen Baumliegen, einem Balancierbaum und einem Holztisch mit Baumstumpfsesseln. Auf der Burgruine wandelten unsere Kinder kurz auf den Spuren der alten Ritter. Die Ruine selbst ist eher klein.

Jetzt mussten wir uns entscheiden: Wollen wir denn doch eher steil zu erwartenden Marsch auf die Köhlerhausruine wagen oder kehren wir lieber um? Da wir uns nicht einigen konnten, schlossen wir einen Kompromiss. Wir wanderten nicht zur Köhlerhausruine, aber als Ausgleich noch zur Dianawiese. Dorthin gab es zwei Wege, wir entschieden uns nach kurzer Diskussion für die kürzere Variante. Diese führte uns nach knapp 20 Minuten über einen doch recht ordentlichen Anstieg (möglicherweise wäre die längere Variante weniger steil gewesen, wir wissen es nicht) zur Dianawiese.

Was gab es dort zu sehen: Nun zunächst einmal die Dianaquelle, ein Ort, wo Wasser aus dem Burg sprudelte (eine Quelle halt) und dann noch den Dianatempel. Dies ist aber kein Tempel wie man sich einen Tempel vorstellt, sondern quasi nur die Fassade eines solchen. Aber für die Kinder war es egal, es war lustig dort herum zu rennen und verstecken zu spielen. Die Dianawiese ist eine sehr große Wiese umgeben von lauter Wald, die sich hervorragend zum Herumtollen für Kinder und für Picknicks eignet.

Nun war es Zeit für den Rückweg. Wir wanderten den gleichen Weg zurück, über den wir auch gekommen waren und machten noch eine Rast. Wo? Das ist wohl nicht schwer zu erraten, natürlich am Kinderspielplatz. Dann ging es wieder nach Hause. Für uns hat sich dieser Ausflug sehr gelohnt, uns allen hat es sehr gut gefallen. Es gibt noch einige weitere Stationen im Park, die man erkunden kann, vielleicht kommen wir ja wieder mal vorbei. Wir können diesen Park auf alle Fälle nur weiterempfehlen.


erich / 03.05.2006